Vom 18. bis 21. Februar fand das Jugendcamp statt, das Campus Bolivien jedes Jahr während den Karnevalsfeiertagen durchführt. Von unserer Jugendgruppe nahmen 35 Schüler teil.
Für die 280 km lange und kurvenreiche Reise nach Monte Blanco waren sie fast 6 Stunden unterwegs.
Dafür wurden sie mit Spiel und Spass, aber auch mit sozialen und geistlichen Themen wie Versöhnung, Glaube, Abhängigkeit oder Gehorsam belohnt.
Speziell war, 15 Schüler hatten sich durch ihren Einsatz am Sponsorenlauf in Bolivien die Teilnahme an diesem Camp gesichert.
Wir wollten von der 16-jährigen Miriam wissen, wie sie damals den Lauf und jetzt das Camp erlebt hat.
HA-Bolivien: Miriam, was hat dich motiviert, am Sponsorenlauf teilzunehmen?
Miriam: Ich wusste, dass es für mich einfacher sein würde, die Finanzen für das Jugendlager zusammenzubringen, wenn ich durch die Teilnahme am Lauf Sponsoren anfragen könnte.
HA-Bolivien: Was war für dich die grösste Herausforderung am Lauf?
Miriam: Schwierig war für mich das Rennen müssen, denn ich bin es mir nicht gewohnt, Sport zu treiben!
HA-Bolivien: Was hat dir gefallen?
Miriam: Vor dem Lauf habe ich es genossen, Familie und Freunde zu kontaktieren und sie zu fragen, ob sie meine Sponsoren sein wollen. Während dem Lauf war es super, dass Leute da waren, um uns anzuspornen. Nach dem Lauf war es natürlich toll, dass ich zur Teilnahme am Jugendlager berechtigt war!
HA-Bolivien: Was hast du im Jugendlager gelernt? Welches Thema hat dich besonders angesprochen?
Miriam: Ich hatte schon vorher gelernt, was es heisst zu vergeben, zumindest theoretisch, denn danach trug ich „es“ der Person doch weiter nach. Im Lager entschied ich mich dazu, dieses Thema nochmals praktisch anzugehen. Prompt erhielt ich ein paar Tage später von einem Freund, der mich zuvor mit seinen Worten arg verletzt hatte, ein SMS. Da ich ihm nun wirklich vergeben konnte, schrieb ich ihm auf nette Weise zurück, statt wie früher, mit einer barschen Antwort das „Gespräch“ zu beenden.
Herzlichen Dank, dass Sie unsere Arbeit mit den Jugendlichen unterstützen. Es lohnt sich!